Seit fünf Jahren arbeiten viele Ehrenamtliche an der Entwicklung der Zechenwerkstatt Lohberg. Nun ist ein weiterer Meilenstein geschafft: Das Land NRW hat die von der gemeinnützigen Initiative beantragten Gelder für die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle bewilligt. Das bedeutet nun den Start eines Großprojekts, an dem sich Dinslakenerinnen und Dinslakener im kommenden Jahr inhaltlich und finanziell beteiligen können.

Auf dem Foto zu sehen v.l.n.r.: Nadine Schumacher (Stadt Dinslaken), Lea Eickhoff (Zechenwerkstatt), Dr. Hartmut Weddige (Zechenwerkstatt), Selma Aksu (Stadt Dinslaken), Janet Rauch (Zechenwerkstatt), Alexandro Hugenberg (Stadt Dinslaken), Michaela Eislöffel (Bürgermeisterin), Franz Wisniewski (Zechenwerkstatt), Matthias Höyng (Zechenwerkstatt), Gerd Lantermann (Stadt Dinslaken), Hans-Karl Bellinghausen (Zechenwerkstatt)
Nicht auf dem Foto: Katharina Höyng, Anja Graumann, Michael Schürmann

WAS IST SCHON ERREICHT?

Dem langfristigen Ziel, die Zechenwerkstatt zu bewahren und zu beleben rückt die ehrenamtliche Bürgerinitiative immer näher: Im Oktober 2020 haben die Freilicht AG und die Stiftung Ledigenheim zusammen eine gemeinnützige Gesellschaft, die „Zechenwerkstatt Denkmal gGmbH“, gegründet und gemeinsam mit der Stadt Dinslaken eine Förderung für die denkmalgerechte Herrichtung der Gebäudehülle beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen beantragt. Die Stadt Dinslaken hat im Juni 2021 die Zechenwerkstatt gekauft und einen Erbpachtvertrag über 66 Jahre mit der Gesellschaft geschlossen. Nun ist die Zukunft der Zechenwerkstatt gesichert: Die Gelder wurden bewilligt und der Sanierungsprozess kann starten.

WAS WIRD ALLES SANIERT?

In der bevorstehenden ersten Bauphase steht die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle, also der Fassade und des Daches der Zechenwerkstatt an. Zudem müssen Investitionen für die technische Gebäudeausstattung, wie z.B. Strom, Beleuchtung, Brandschutz und Lüftung, die für die angestrebte Nutzung erforderlich ist, getätigt werden.

WIE HOCH SIND DIE KOSTEN?

Die Kosten dieser Denkmal-Sanierungsphase liegen bei etwa 7 Millionen Euro.
3,5 Millionen Euro werden dabei aus Landesmitteln und 1,5 Millionen Euro aus Hausmitteln der Stadt Dinslaken getragen. Etwa 2 Millionen Euro muss die Bürger-Initiative jedoch selbst aufbringen. Dies geschieht durch Eigenleistungen, wie zum Beispiel die ehrenamtliche Projektsteuerung oder ehrenamtliche Leistungen von Dritten, die dies sponsern und durch Spenden von Institutionen und Privatleuten.

WANN BEGINNT DER UMBAU UND WIE LANGE DAUERT ES?

Der Initiative steht jetzt erst mal ein recht formeller Prozess bevor: Die Planung der Sanierung muss EU-weit ausgeschrieben werden. Bisher wurde die gesamte architektonische Planung im Ehrenamt geleistet. Dies ist bei dem Umfang, den die Initiative nun erwartet, nicht mehr in der Freizeit zu leisten. Daher muss ein Architekturbüro beauftragt werden, das dann in die Planung einsteigt und erst dann können die Gewerke für die Sanierung ausgeschrieben werden. Es wird damit gerechnet, in etwa in einem Jahr dann auch mit dem Umbau starten zu können. Der Umbau selbst kann 1,5 Jahre dauern.

WIE KANN MAN SICH BETEILIGEN?

Die Zechenwerkstatt soll ein Ort von und für die Dinslakenerinnen und Dinslakener werden, daher gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich am Projekt zu beteiligen: Von sogenannten „Werktagen“, an denen mitangepackt werden kann bis zur Mitgestaltung des Programms. Sobald es die Corona-Lage zulässt, sollen Infoveranstaltungen und Ideenwerkstätten stattfinden. Ganz nach dem Motto „Nicht meckern, sondern machen“, dürfen die Dinslakenerinnen und Dinslakener diesen Ort dann mitgestalten.

Wer sich finanziell beteiligen möchte, kann dies ebenso gerne tun. Ab nächstem Jahr können sich auch die Dinslakenerinnen und Dinslakener beteiligen, um das Projekt zu unterstützen. Ob Sponsoring, Spende oder eine Kultur-Aktie, jede und jeder kann dem Projekt nach seinen Möglichkeiten helfen.

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